Die Bühne


Mit der ca. 1000m² bespielbaren Fläche und den reichlich 500 zur Verfügung stehenden Sitzplätzen gehört das Theater zu den größten, gleichzeitig aber auch idyllischsten Bühnen Deutschlands.

Natürlich bleiben aber auch hier anforderungsgerechte Modernisierungen nicht aus. Die baulichen Entwicklungen an der Bühne seit 2004 lassen sich am Besten mit dem Sprichwort "Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut" beschreiben. Angefangen hat alles in einem sehr 'naturnahen' Zustand und erst nach und nach, durch ständige Bauunternehmungen der Mitglieder und weniger externer Helfer konnte die Bühne in den Zustand gebracht werden, in dem diese heute zu bewundern ist.

Die wichtigsten Etappen des Bühnenausbaus sind hier einmal zusammengestellt:


Für unser Stück "Rapunzel" im Jahre 2019 brauchten wir für unsere Hauptdarstellerin selbstverständlich einen Turm... und zwar einen richtigen Turm! Somit spuckten wir wieder in die Hände und legten los: Die Grundkonstruktion wurde aus Gerüststangen errichtet, das Errichten selbst wurde unter Einsatz von technischer Ausrüstung und Fachpersonal aus einem Kletterwald realisiert. An die Gerüstunterkonstruktion wurde dann seitlich eine Holzbeplankung angebracht und der Grundkörper des Turmes nach oben mit einem Fußboden abgeschlossen. Aber das war natürlich noch langst nicht alles. Ausgehend von diesem Fußboden wurde für unser Rapunzel noch eine wunderschöner 'Wohnbereich' aufgesetzt... sogar mit stilechter Turmspitze. Letztlich ergab sich die Gesamthöhe unseres Monumentalbaus zu fast 10 Meter.

Um unsere technische Ausrüstung vorallem hinsichtlich Tontechnik und Stromverteilung weiter zu verbessern, wurde 2019 ein (fast schon erwartungsgemäß) gigantisches Bauprojekt in Angriff genommen. Vom Stromverteiler im unteren Bereich der Bühne wurde ein fast 100 Meter langer Medienkanal an der rechten Seite des Zuschauerraumes hinauf angelegt. Dies war nur durch Einsatz von Baumaschinen und jeder Menge motvierter Mitglieder möglich. Nach einem anstrengendem (und leider sehr verregnetem) Ganztagsbaueinsatz wurde der Anschluss unseres Kassenbereich an zwei DMX-Datenleitung und einer Stromabzweigung abgeschlossen. Damit fällt zukünftig die aufwendige oberirdische Verstromung (die jedes Mal abgebaut werden musste) weg.

Nach über 6 Jahren treuen Dienst wurden 2016 die bisherigen Sitzflächen der Bänke erneuert. Dabei kamen die alten, immer wieder zerbrechenden Sitzschalen ab und wurden durch neue Vollholzkonstruktionen ersetzt. Die schieren Zahlen dieser Massnahme beeindrucken auch heute noch!

Dabei waren die blanken Zahlen, ähnlich wie beim Bau der Burg (vgl. "Eine Menge Holz zu Ostern"), wieder mehr als beeindruckend: Allein für die Grundkonstruktion wurden 73 laufende Meter Douglasienkanthölzer (12 x 6 cm²) und etwa 430 Edelstahlschrauben verbaut. Die eigentlichen Sitzflächen entstanden aus nicht weniger als 670 Metern Lärchenkantholz (9 x 4 cm²) und sage und schreibe 1.090 Schrauben. Parallel dazu erhielt unsere Burg ihren Farbanstrich. Aufgrund der Größe der Burgfront waren hier zwei Personen über 6 1/2 Stunden schwer beschäftigt. Am Ende des Tages konnten wir uns also über eine komplette neue Bankbeplankung und eine farblich vollendete Burg freuen.

Nicht Kleckern, sondern Klotzen... Das war das Motto in den Jahren 2012 & 2013. Nicht nur, dass wir eine Drainage in unserem Backstagebereich gelegt haben. Nein, auch neue Betonfundamente für die ebenfalls neuen Container wurden gegossen. Schliesslich bekamen die Container sogar ein Dach aufgesetzt... und das, obwohl uns 2012 ein schwerer Wintereinbruch und 2013 das Hochwasser arg zusetzten.

In den Jahren 2009 bis 2011 war uns unsere Bühne zu klein geworden. Daher haben wir kurzerhand den Orchestergraben der Bühne mit einer Holzkonstruktion zur Hälfte "ebenerdig" gemacht. Dies bot die Möglichkeit, einige überraschende Auftritte aus dem Untergrund zu realisieren oder einfach viel näher am Publikum zu spielen. Doch nach und nach gewann wieder die Natur auf unserer Naturbühne die Oberhand und somit verschwand die Konstruktion wieder. Sie hinterliess einen einseitig völlig vegetationsfreien Orchestergraben...

Der erste Eindruck ist entscheidend. Nach diesem Vorsatz haben wir im Jahre 2010 unseren Kassen- und Eingangsbereich neu gestaltet. Ein einladender Torbogen und ein weithin sichtbarer Schriftzug begrüßt seit dem unsere Besucher.

Im Jahre 2009 wurde nach längerem Wirken verschiedenster Mitglieder endlich die Neugestaltung der Bänke realisiert. Dabei wurden nicht nur aktuelle Bestimmungen für Flucht- und Notfallgänge berücksichtigt, die breiteren Bankabstände boten nunmehr auch Platz für Rollstuhlfahrer. Somit wurde unser Zuschauerraum 100% barrierefrei.

Die Bänke selber standen nun nicht mehr auf immer wieder verfaulenden Holzstempeln, sondern bekamen professionell ausgeführte Betonfundamente. Die Sitzflächen selbst kamen von einer anderen regionalen Freilichtbühne, die mittlerweile ihren Betrieb eingestellt hat.

Als wir begannen, die Bühne zu bespielen, war diese wortwörtlich eine "Naturbühne". Das Theater war praktisch eine große Wiese in Hanglage, welche Sitzmöglichkeiten aus Baumstämmem und Brettern bot.

Diese standen dabei viel dichter als heute beieinander, boten aber dafür zwei Gänge. Die Bänke luden damals nicht nur Besucher zum sitzen ein, sondern auch sehr viele Ameisen und Wespen machten es sich auf oder besser in den Sitzen gemütlich.